Viele Menschen denken, dass der Kauf einer Immobilie in Spanien nur möglich ist, wenn man viel Eigenkapital mitbringt.
Doch wie viel benötigen Sie tatsächlich?
In diesem Artikel erklären wir Ihnen klar, wie viel Sie finanzieren können, wie viel Eigenkapital erforderlich ist und was Sie beim Kauf einer Immobilie an der Costa Blanca Süd beachten sollten.
Ist eine Hypothek in Spanien möglich?
Ja, in vielen Fällen ist es für ausländische Käufer möglich, in Spanien eine Hypothek zu erhalten.
Spanische Banken vergeben regelmäßig Hypotheken an Nicht-Residenten, allerdings gelten andere Voraussetzungen als in den Niederlanden oder Belgien.
Wie viel können Sie in Spanien finanzieren?
Für Käufer, die nicht offiziell in Spanien wohnen (Nicht-Residenten), finanzieren spanische Banken in der Regel bis zu 60% bis 70% des Schätzwerts oder Kaufpreises der Immobilie. Dabei gilt immer der niedrigere dieser beiden Werte.
Das bedeutet, dass Käufer in der Regel mindestens 30% des Kaufpreises selbst aufbringen müssen. Zusätzlich müssen auch die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln bezahlt werden.
In der Praxis bedeutet dies häufig, dass Sie ungefähr 40% bis 45% Eigenkapital benötigen, um eine Immobilie in Spanien zu kaufen.
Wichtig zu wissen
Viele Käufer unterschätzen, wie viel Eigenkapital tatsächlich erforderlich ist.
Möchten Sie wissen, was in Ihrer Situation möglich sein könnte? Wir schauen uns Ihre Situation gerne unverbindlich an und geben Ihnen eine realistische Einschätzung auf Basis Ihres Einkommens und Ihrer Wünsche.
Wichtige Hypothekenvoraussetzungen in Spanien
Maximale monatliche Belastung
Spanische Banken arbeiten in der Regel mit einem maximalen Verhältnis zwischen Einkommen und festen finanziellen Verpflichtungen. Die gesamten monatlichen Verpflichtungen dürfen meist nicht höher sein als etwa 35% des Nettoeinkommens.
Dazu zählen zum Beispiel bestehende Hypotheken, persönliche Darlehen, Unterhaltsverpflichtungen und die neue spanische Hypothek.
Zukünftige Mieteinnahmen werden bei der Prüfung in der Regel nicht berücksichtigt.
Hypothekenform
Die am häufigsten verwendete Hypothekenform in Spanien ist die Annuitätenhypothek.
Das bedeutet, dass Sie jeden Monat einen festen Betrag zahlen, der aus Zinsen und Tilgung besteht. Im Laufe der Zeit besteht ein größerer Teil der Monatsrate aus Tilgung und ein kleinerer Teil aus Zinsen.
Am Ende der Laufzeit ist die Hypothek vollständig zurückgezahlt.
Laufzeit und Altersgrenze
Die maximale Laufzeit einer Hypothek in Spanien liegt in der Regel zwischen 25 und 30 Jahren.
Außerdem setzen Banken ein maximales Endalter fest. In den meisten Fällen muss die Hypothek vor einem Alter von ungefähr 75 Jahren vollständig zurückgezahlt sein.
Wenn ein Käufer älter ist, kann dies zu einer kürzeren Laufzeit und damit zu höheren monatlichen Belastungen führen.
Bewertung der Immobilie
Bei der Beantragung einer Hypothek wird die Immobilie immer von einem anerkannten Gutachter bewertet. Auf Spanisch nennt man dies tasación.
Die Bank bestimmt anschließend die maximale Hypothek auf Grundlage dieses Schätzwerts.
Fällt die Bewertung niedriger aus als der Kaufpreis, kann das erforderliche Eigenkapital höher sein.
Wichtiger Unterschied zu den Niederlanden oder Belgien
In Spanien wird ein Finanzierungsvorbehalt in Reservierungsverträgen in der Regel nicht akzeptiert.
Das bedeutet, dass Käufer oft bereits eine Reservierungsvereinbarung unterschreiben und eine Anzahlung leisten, bevor die Hypothek endgültig genehmigt ist.
Deshalb ist es sinnvoll, sich im Voraus ein klares Bild vom eigenen Budget, den Finanzierungsmöglichkeiten und dem benötigten Eigenkapital zu machen.
Wie viel Eigenkapital benötigen Sie?
Um ein klares Bild von der Gesamtinvestition zu geben, nehmen wir als Beispiel eine Immobilie von 300.000 Euro in der Provinz Alicante.
Beispiel 1: Kauf einer Bestandsimmobilie
Beim Kauf einer Bestandsimmobilie zahlt der Käufer Grunderwerbsteuer. Auf Spanisch heißt diese Steuer Impuesto sobre Transmisiones Patrimoniales (ITP).
In der Region Valencia beträgt diese Steuer in der Regel 10% des Kaufpreises.
Kostenschätzung:
Grunderwerbsteuer (ITP): 30.000 Euro
Notar: ca. 600 bis 900 Euro
Grundbuch: ca. 300 bis 600 Euro
Anwalt: ca. 1.500 bis 3.000 Euro
Sonstige Kosten: ca. 300 bis 600 Euro
Die gesamten Kaufnebenkosten liegen in der Regel zwischen 33.000 und 35.000 Euro.
Damit liegt die Gesamtinvestition bei ungefähr 333.000 bis 335.000 Euro.
Beispiel 2: Kauf einer Neubauimmobilie
Beim Kauf einer Neubauimmobilie gelten andere Steuern.
Der Käufer zahlt Mehrwertsteuer (IVA) in Höhe von 10% sowie Stempelsteuer (AJD) von ungefähr 1,2%.
Kostenschätzung:
Mehrwertsteuer (IVA): 30.000 Euro
Stempelsteuer (AJD): ca. 3.600 Euro
Notar, Grundbuch und Anwalt
Die gesamten Kaufnebenkosten liegen in der Regel zwischen 36.000 und 38.000 Euro.
Damit liegt die Gesamtinvestition bei ungefähr 336.000 bis 338.000 Euro.
Zusammenfassung
Für die meisten Käufer gilt, dass eine Hypothek von bis zu etwa 70% des Immobilienwerts möglich ist.
In der Praxis bedeutet dies, dass ungefähr 40% bis 45% Eigenkapital erforderlich sind.
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Überlegen Sie, eine Immobilie an der Costa Blanca Süd zu kaufen?
Wir begleiten Sie Schritt für Schritt durch den Kaufprozess und helfen Ihnen, einen klaren Überblick über Ihre Finanzierungsmöglichkeiten zu bekommen.
Persönliche Beratung?
Möchten Sie wissen, wie viel Sie finanzieren können und wie viel Eigenkapital Sie für eine Immobilie an der Costa Blanca Süd benötigen?
Wir schauen uns Ihre Situation gerne unverbindlich mit Ihnen an und geben Ihnen auf Basis Ihrer Wünsche und finanziellen Möglichkeiten einen realistischen und klaren Überblick.
Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf für eine persönliche Beratung oder sehen Sie sich unser aktuelles Immobilienangebot an.